Bürenöijahr 2017 (Mir si grüschtet)

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Büren – respektive Türmliwil wie das Städtchen am Neujahr genannt wird – kann sich glücklich
schätzen, die Serie der Neujahrsplaketten auch 2017 mit dem Grafiker Jean Marmier, der
im Städtchen Büren sein eigenes Atelier hat, fortsetzen zu können. Das Plakettenbild 2017
ist das vierte aus seiner Feder.

‚Mir si grüschtet‘ lautet das Motto der Plakette und damit des Büre Nöijohrs 2017. Beim
ersten Lesen lässt sich folgern, Büren fühle sich bereit und fit, die Herausforderungen des aktuellen
und künftigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens meistern zu können.
Die Plakette und das Motto würden aber ihrer Tradition nicht gerecht, wenn dies die einzige
(oder die wirkliche) Interpretation wäre. ‚Mir si grüschtet‘ kann nämlich im doppelten Sinne
verstanden werden – die Mundartversion des Mottos führt einem auf die entsprechende
Spur.

‚Mir si grüschtet‘ bedeutet eben auch: wir sind geschält. Und tatsächlich zeigt das Bild einen
Kartoffelschäler, der die Konturen zu einem fasnächtlichen Gesicht annimmt. Die ‚Schiniti‘,
die durch das Messer abgezogen wird, bildet die Nase und schliesslich den Schriftzug Büre
Nöijohr 2017. Ein typisches Türmliwiler-Türmchendach mit einer Glocke und zwei Fähnchen
‚behütet‘ das Gesicht und gibt ihm das unverwechselbare Bürersche Gepräge.
Was soll das nun bedeuten: Ausgangspunkt zum Sujet ist das seit Jahren eingerüstete Kocher-
Büetiger-Haus im Westen von Büren. Sicher keine schöne Visitenkarte für eine Ortschaft.
Entsprechend ist es vielen Leuten ein Dorn im Auge und sollte ihrer Meinung nach abgerissen
werden. Interessant ist indes, dass das Haus historisch in die Familie des Nobelpreisträgers
Theodor Kocher geht (ja, es gibt einen Nobelpreisträger mit Büren-Wurzeln!). Umso befremdlicher
ist, wie wenig Respekt der Liegenschaft teilweise entgegengebracht wird.
So können wir uns tatsächlich an der Nase nehmen und fragen, ob wir gerüstet im Sinne von
bereit sind oder ob wir uns selber schälen (vielleicht sogar eine Blösse geben?).
Das Jahr 2016 war in Büren beileibe kein Spitzenjahr im Sinne von wegweisenden Impulsen.
Möglicherweise sind die politischen Wirren aus dem 2015 noch nicht ganz verdaut und es
fehlt etwas die Energie und Motivation, Bürens wichtige Themen beherzt anzugehen. So sind
mit dem Slogan ‚Mir si grüschtet‘ die Hoffnung und Wünsche verbunden, dass die Tatkraft
2017 zurückkehren werde und sich Bürens Politik, die Geschäfte und Beizen mit Elan und
neuen Ideen für die Zukunft rüsten.